Pitchgabel

Die Pitchgabel kommt auf dem empfindlichen Green zum Tragen. Das Green, so wird die Spielfläche rund um das Loch genannt, ist der empfindlichste Teil des ganzen Golfplatzes. Denn hier wird direkt auf das Loch gespielt, was die Golfer „putten“ nennen. Um den Golfball mit einem kleinen, wohl platzierten Stups ins Loch zu bugsieren, muss das Green aber so eben wie möglich sein. Selbst kleine Löcher würden einen Golfball von seiner vorbestimmten Bahn abbringen und so den Unmut des Golfspielers erzeugen. Das Green ist im Prinzip wie ein dichter Orientteppich, der ja auch besonderer Pflege bedarf. Nun kommt der Golfball aber nicht immer sanft auf dem Green auf. Gerade, wenn der Golfer einen Pitch geschlagen hat, also den Golfball in einem hohen Bogen in Richtung Loch gespielt hat, bleibt ein kleiner Abdruck des Golfballes zurück. Die dichte Grasnarbe ist beschädigt und wenn der nächste Golfspieler seinen Ball einlochen will, könnte genau dieses Loch seinen Golfball ablenken und er verfehlt das Loch.

An diesem Punkt kommt die Pitchgabel ins Spiel. Der Spieler nimmt sie aus seiner Golftasche und steckt sie dort in den Boden, wo sein Ball eine Unebenheit im Grün hinterlassen hat. Mit Hilfe der Pitchgabel kann dieses Loch ausgebessert werden, indem die Pitchgabel rund um das Loch in den Boden gestochen wird und den Boden so auflockert bis eine Art Beule nach oben entsteht. Diese kann mit Hilfe des Putters, dem Golfschläger zum Einlochen, wieder so festgedrückt werden, dass der Boden völlig eben ist. Selbstverständlich liegt es im Interesse eines jeden Golfspielers, die Dellen aus dem Green zu entfernen, den sein Pitch hinterlassen hat. Immerhin könnte er bei der nächsten Runde derjenige Spieler sein, dessen Ball genau in dieses Loch gerät und ihn von Einlochbahn ablenkt. Darum nehmen die Golfspieler diese kleine „Rasenreparatur“ sehr ernst und es gilt unter ihnen als ein Sakrileg, Golfballschäden nicht aus dem Green zu entfernen. Die Pitchgabel hat zwei Zinken und ist nur ein paar Zentimeter groß. Es gibt sie aus ganz unterschiedlichen Materialien und Ausführungen, wobei vor allem Metall und Kunststoffe für die Pichgabel bevorzugt werden. Es gibt auch Pitchgabel, die einen Ballmarker enthalten. Manche Spieler bewahren ihn in einer Seitetasche des Golfsacks auf oder haben die Pitchgabel in einer speziellen Dose dafür. Jeder Golfer hat auf jeden Fall eine oder mehrere Pitchgabeln bei sich.

Viele Golfer tragen die Pitchgabel während eines Spieles in ihrer Hosentasche, um gleich eventuelle Verletzungen des Greens beseitigen zu können. Pitchgabeln werden auch gern dafür verwendet, um mit einem bestimmten Logo zu werben. Sie sind darum auch beliebte Werbegeschenke in vielen Firmen. Natürlich sollte man in solchen Fällen vor allem hochwertige Exemplare verschenken, um einen besseren Eindruck zu machen. Wenn eine Pitchgabel über einen Klappmechanismus verfügt, wird sie gern Flix oder auch Pitchflix genannt. Diese Pitchgabeln sind dazu gedacht, sie gefahrlos in der Hosentasche mit sich zu tragen, während starre Pitchgabeln meistens in einer Dose aufbewahrt werden. Diese Pitchgabeln sind meist besonders hochwertig und kosten dementsprechend ein wenig mehr. Aber eine Pitchgabel ist für die Ausrüstung sehr wichtig.